In der Schlepper-Produktion bei Fendt werden hohe Anforderungen an die Qualitätssicherung am Montage-Band gestellt: unsere mitfahrenden Prüf-Wagen ermöglichen Qualitätssicherung der Druckluft- und Bremssysteme nach neusten EU-Anforderungen: bestens integriert im Fendt-Produktions-Managementsystem (MES/IoT).

Die Aufgabe:

An der Montage-Linie für Fendt-Traktoren müssen in der laufenden Fertigung Druckluft- und Hydraulik-Bremssysteme geprüft werden. Eine Interaktion und Anleitung mit dem prüfenden Schlepper-Fahrer ist nötig. Weitere Signale müssen vom Diagnose-Bus abgefragt werden. Letztlich muss sich das System in das bestehende „Manufacturing Execution System“ und hochgradig adaptiv und konfigurierbar bezüglich der Prüfaufgaben sein. Hohe Verfügbarkeit des Systems sind in der Produktion ohnehin eine Selbstverständlichkeit.

Abbildung 4: Messwagen mit Prüfsoftware hinter Schlepper

Die Lösung:

Hard- und Software wurden für die vorliegende Anforderung passgenau und kundenspezifisch in enger Zusammenarbeit und regelmäßiger Abstimmung entwickelt.
Bei den mitfahrenden Prüfwagen (siehe Abbildung und Foto-Stecke) wurde auf kompakte und leichte Bauform mit dennoch robuster und State-of-the-Art Messtechnik geachtet. Alle Wagen laufen über 8 Stunden auf Batterie-Betrieb.
Der ausführende Prüfer/Fahrer im Schlepper bedient das System über ein Rugged-Tablet mit einfacher und klarer Anzeige der Prüfanweisungen.
Der Werker hinter dem Schlepper, der die Schläuche einrüstet bekommt über einen Bildschirm am Prüfwagen genaue Hilfestellung, welche Adapter je Schleppertyp angeschlossen werden müssen.
Prüfaufträge werden live über WLAN vom MES empfangen und Resultate an das MES zurück geschickt. Dennoch kann das System als Rückfall-Ebene bis zu 120 Minuten autark ohne Verbindung zum MES arbeiten.

Das Ergebnis:

Das neue Prüfsystem wurde von den Werken vor Ort schnell akzeptiert und gerne angenommen, der Arbeitsfluss wurde einfacher und human-factors-Fehler werden vermieden.
Gegenüber dem vorherigen manuellen Prüfsystem werden wesentlich mehr Prüfdaten protokolliert, was der für sowohl für eine statistische Auswertung des Qualitätsmanagements aber auf für ein mögliches Troubleshooting überaus hilfreich ist.
Durch eine fein-granulare Konfigurierbarkeit aller Prüfschritte und Grenzwerte für jeden einzelnen Schlepper konnte die Prüfgenauigkeit und auch die Entdeckungsrate von möglichen Montage-Fehlern erhöht werden.
Nach Aussage der Fendt-Qualitätsabteilung hat das neue System eine deutliche Verbesserung der Qualitätssicherung in diesem Bereich gebracht.

Lassen Sie sich individuell beraten!